Föhr, Dieter

Ausgebombt und aufs Land verschlagen, verbrachte der Autor die frühe Jugend in einer schwäbischen Kleinstadt. 1948 erinnerte sich die Familie ihrer verwandtschaftlichen Bande nach Südamerika und übersiedelte nach Brasilien. Der damals Dreizehnjährige erlebte das große Abenteuer einer neuen, faszinierenden Welt. Die andere Kultur und Sprache weckten alle Sinne und schärften die Wahrnehmung für Kontraste und Eigenheiten. Erste essayistische Versuche fallen in die Gymnasialzeit: Nachwuchspreis eines Literatur-Journals. Nach dem Abitur Rückkehr nach Europa. Es lag nahe, romanische Sprachen und Germanistik zu studieren. Daneben praktisch tätig als Dolmetscher und Übersetzer. Bald bot sich die Chance, beim Goethe-Institut in die Sprach- und Kulturarbeit einzusteigen. Zuerst in Paris, danach abwechselnd im In-und Ausland. Für jemanden, der in zwei Kulturen aufgewachsen ist, war es besonders reizvoll, Deutsch auch im Ausland wieder salonfähig zu machen (Anthologien, Lehrbücher) und mitzuwirken bei vielen Partnerschaften im Bereich Kunst, Literatur, Universität. Ein Dämpfer kam in den 80-er Jahren. Jetzt hieß die Devise „Internationalisierung“. Nach angelsächsischem Vorbild und auf Kosten traditioneller, gegenseitiger Interessen. Seitdem ist Deutsch weltweit auf dem Rückzug. Die weit reichenden Folgen für unsere Gesellschaft und deren Selbstverständnis untersucht der Autor in seinen kritischen Texten, voller Scharfsinn und Ironie.


Deutsch raus – Englisch rein
Föhr, Dieter

Quer durch viele Lebensbereiche ist die gezielt betriebene Verdrängung des Deutschen im Inland zu beobachten: von Frühenglisch in der Vorschule bis zu..

ISBN:
978-3-86805-200-8

8,00 € Preis ohne Steuer 7,62 €

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